Ein Ergebnis, das du auch zwei Jahre später noch verteidigen kannst
Forschung scheitert nicht daran, dass eine Notiz verloren geht. Sie scheitert daran, dass niemand zeigen kann, woher eine Aussage stammt, oder belegen kann, dass heute noch das in der Akte steht, was damals geschrieben wurde.
Jede Aussage bringt ihre Quelle mit
Stell eine Frage, und die Antwort kommt mit den Stellen zurück, aus denen sie gebaut ist, jede mit Datei und Zeilennummern. Kein Ähnlichkeitswert und ein Schulterzucken — der tatsächliche Text, dort, wo er wirklich steht. Das ist der Unterschied zwischen einer Zusammenfassung und einer Quellenangabe.
Die Historie ist signiert und damit überprüfbar
Jede Fassung einer Notiz wird beim Schreiben festgehalten und kryptografisch signiert. Jeder kann später überprüfen, dass eine Notiz nicht nachträglich bearbeitet wurde — auch du selbst, wenn die Frage von jemandem kommt, der keinen Grund hat, dir aufs Wort zu glauben.
Es sagt, wenn es etwas nicht weiß
Eine Antwort wird als fundiert, schwach belegt oder von deinen Notizen nicht gedeckt markiert, und dieses Urteil wird an den Worten deiner eigenen Frage geprüft, statt aus einem Ähnlichkeitswert geraten. Ein Werkzeug, das eine Quellenangabe erfindet, ist für die Forschung schlimmer als gar kein Werkzeug.
Ein Gutachter zweifelt einen Satz in einem Paper an
Der Satz ist zwei Jahre alt. Wer ihn geschrieben hat, ist nicht mehr da.
Du fragst den Tresor, woher diese Aussage stammt. Zurück kommen die Interviewnotiz, aus der sie gezogen wurde, die genauen Zeilen und das Datum. Daneben steht der signierte Eintrag zu dieser Notiz: an diesem Tag geschrieben, seitdem unverändert. Die Quelldatei öffnest du selbst — es ist eine Markdown-Datei in einem Ordner, es steht also nichts zwischen dir und ihr — und liest den Absatz im Zusammenhang.
Die Antwort an den Gutachter lautet nicht „wir gehen davon aus“. Sie besteht aus der Stelle, ihrer Datei und einer Signatur, die jeder überprüfen kann, ohne uns um irgendetwas zu bitten.
Kann ich das mit meinen Daten nutzen?
Gesucht wird lokal. Geantwortet wird dort, wohin du zeigst.
Die passenden Stellen zu finden passiert immer auf deinem Rechner. Was danach geschieht, entscheidest du: Verbindest du ein Cloud-Modell, gehen die gefundenen Stellen an diesen Anbieter — genau so, wie wenn du sie selbst dort hineinkopiert hättest. Richtest du es auf ein lokal laufendes Modell, verlässt überhaupt nichts den Rechner. Diese zweite Möglichkeit gibt es heute, und sie macht aus der Frage „wo werden unsere Daten verarbeitet?“ die Antwort „auf deinem Gerät“.